Black History Month

Schwarz. Rot. Gold.

Der Black History Month im deutschen Sport

Sport bewegt Menschen, verbindet über Grenzen hinweg und prägt Bilder von Leistung, Gemeinschaft und Zugehörigkeit. Gleichzeitig war und ist er doch auch ein Spiegel gesellschaftlicher Ungleichheiten und Ausschlüsse. Schwarze Athlet*innen haben die Sportgeschichte weltweit mitgeschrieben – so auch in Deutschland, doch oftmals ohne die Anerkennung, die ihnen gebührt.

Der „Black History Month“ ist ein Gedenkmonat mit Wurzeln in den USA: Seit 1926 steht immer im Februar die Geschichte Schwarzer Menschen im Zentrum des öffentlichen Erinnerns – mit ihren Ereignissen, ihren Protagonist*innen und deren Errungenschaften. Landesweit begehen Tausende von privaten und staatlichen Initiativen, Institution und Einrichtungen den Black History Month mit einer Vielzahl attraktiver Veranstaltungen. Idee und Ziel ist es, den Perspektiven Schwarzer Menschen einen gebührenden Raum zuteilwerden zu lassen und ihre Geschichte zu würdigen, den gesellschaftlichen Austausch zu befördern, Wissen zu schaffen und auf diesem Wege einen wertvollen Beitrag zu rassismuskritischer Bildung, Emanzipation und Selbstermächtigung zu leisten.

2026 wird sich die Entstehung des Black History Months nun zum 100. Mal jähren – ein Meilenstein, dem wir zum Jubiläum eine neue Facette hinzufügen möchten. Denn seit 1990 wird er zwar auch in Deutschland begangen – bislang aber nicht im Kontext des Sports.

Schwarz. Rot. Gold. Der Black History Month im deutschen Sport versteht sich als Einladung, gemeinsam hinzusehen, zuzuhören und voneinander zu lernen. Es geht um Sichtbarkeit, um Würdigung, um kritische Auseinandersetzung – und um das Empowerment Schwarzer Menschen.

Schwarz. Rot. Gold. steht dabei nicht nur für die deutschen Nationalfarben, sondern auch für die Frage, wie Identität, Zugehörigkeit und Repräsentation hierzulande reflektiert werden – im Sport und darüber hinaus.

Via Instagram veröffentlicht das Deutsche Sport & Olympia Museum an jedem Montag während des Black History Month exklusiven Content zu Schwarzer Sportgeschichte. 

Unser Programm:

Lesung und Gespräch: Ronny Blaschke – „Spielfeld der Herrenmenschen. Kolonialismus und Rassismus im Fußball.“ Das Fußballbuch des Jahres 2024. 

Affenlaute und Angriffe: Noch immer wird der Fußball von offenem Rassismus überschattet. Doch seltener sprechen wir über die weniger sichtbare Ausgrenzung: Viele Menschen glauben, dass Schwarze und weiße Spieler unterschiedliche Veranlagungen haben. Schwarze Menschen gelten etwa als kraftvolle Athleten, aber als Trainer oder Vorstände erhalten sie kaum Chancen. Diese rassistischen Denkmuster halten sich seit dem Kolonialismus in der Gesellschaft, und sie spielen auch in der Sprache der Sportmedien oder in der Talentförderung eine Rolle. Wie kann der Fußball zur Aufklärung gegen Rassismus beitragen? Und was können Vereine leisten, damit die Diversität auch in den Führungsetagen des Sports wächst?
Der Autor: Ronny Blaschke, 44, ist als Buchautor und Journalist auf politische Themen im Sport spezialisiert, er arbeitet unter anderem für den Deutschlandfunk, die Süddeutsche Zeitung und Die Zeit. Mit „Spielfeld der Herrenmenschen - Kolonialismus und Rassismus im Fußball“, seinem sechsten Buch, möchte er eine Debatte anstoßen. Das Buch wurde von der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur als „Fußballbuch des Jahres 2024“ ausgezeichnet.

Das Podium: Rachel Etse, Robin Afamefuna und Ronny Blaschke

Datum: Freitag, 27.02.2026 
Uhrzeit: 18:30 Uhr

Zur Anmeldung

Schwarz. Rot. Gold. Der Familientag zum Black History Month im deutschen Sport.

Zum Abschluss des Black History Month bietet das Deutsche Sport & Olympia Museum ein vielfältiges Programm für die ganze Familie: Breakdance-Workshops mit NoLimits, je eine Lesung mit Bilderbuchkino für 5- bis 9-Jährige aus Joceline Altevogts und Thomas Delarozieres „Trau dich zu träumen“ über Eunice Beckmanns empowernden Weg zur Fußball-Nationalspielerin sowie für 4- bis 10-Jährige aus der Erfolgsreihe „Little People, BIG DREAMS“ zu Box-Legende Muhammad Ali. Dazu findet die öffentliche Themenführung black sheroes zu den größten Schwarzen Athlet*innen der Sportgeschichte statt.

Öffentliche Themenführung black sheroes: 11:30-12:30 Uhr & 14:30-15:30 Uhr
Breakdance-Workshops: 13:30-14:30 Uhr & 15:30-16:30 Uhr
Lesung & Bilderbuchkino "Little People, BIG DREAMS": 13:00-13:30 Uhr
Lesung & Bilderbuchkino "Trau dich zu träumen": 16:30-17:00 Uhr

Datum: Samstag, 28.02.2026
Uhrzeit: 10-18 Uhr
Eintrittskosten: Das Angebot ist im regulären Eintrittspreis enthalten.

Hinweis: Für eine Teilnahme an der öffentlichen Themenführung black sheroes ist ein Aufpreis von 4,50€ pro Person zu zahlen.

Workshop: Rot gegen Rassismus – Entschlossen gegen Rassismus im Sport.

Als Angebot im Rahmen des Familientages beschäftigt sich dieser Workshop der Initiative „Rot gegen Rassismus“ des FC Bayern München interaktiv mit dem Thema Alltagsrassismus im und rund um den Sport. Gemeinsam werden typische Alltagssituationen beleuchtet, in denen Rassismus sichtbar oder unsichtbar wirkt. Zudem werden Handlungsoptionen erarbeitet, wie man sich als „Ally“ (Verbündete*r) solidarisch und wirksam gegen Rassismus einsetzen kann. Der Workshop richtet sich an alle Interessierten ab 16 Jahren.
Referent: Rio Grumbrecht
Teilnehmendenzahl: max. 25

Datum: Samstag, 28.02.2026
Uhrzeit: 10-11.30 Uhr
Teilnahmekosten: Kostenfrei

Zur Anmeldung

Themenführung black sheroes

Wer ist der schnellste Deutsche aller Zeiten? Wer sprang vor einer Geisterkulisse zum Olympiasieg? Und welcher Boxer wird eigentlich „The Greatest“ genannt? Die neue Themenführung black sheroes wirft ein Schlaglicht auf die großen Schwarzen Athlet*innen der Geschichte – von Muhammad Ali bis Malaika Mihambo. Auch sportliche Action ist garantiert: Bist Du schneller als Owen Ansah? Triffst Du öfter an der Torwand als Pelé? Dann komm vorbei, steig in den Ring und zeig' uns deinen Ali Shuffle!

Datum: Sonntag, 01.02., 08.02. und 22.02.2026; Samstag, 07.02., 21.02. und 28.02.2026
Uhrzeit: Samstag, 07.02. und 21.02.2026, jeweils 11.30 Uhr; Samstag, 28.02.2026, 11.30 und 14.30 Uhr; Sonntag, 01.02., 08.02. und 22.02.2026, jeweils 14.30 Uhr
Hinweis: Auf Anfrage ist die Themenführung auch zu ihrem Wunschtermin für Ihre individuelle Gruppe buchbar.

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Bisheriges Programm

Schwarz. Rot. Gold. Der Black History Month im deutschen Sport.

Am 03.02.2026 fand ein Podiumsgespräch statt mit exponierten und inspirierten Protagonisten*innen aus Sport und Gesellschaft und reflektierte die Themen Identität, Zugehörigkeit und Repräsentation.
Podium: Otto Addo, Owen Ansah, Oumi Janta, Shary Reeves (u. a.)
Moderation: Liz Shoo

Im Anschluss gab es eine Listening Party zum offiziellen Mixtape (by C:mone) zum Black History Month im deutschenSport.
„Black History Month Mixtapes“ ist ein Projekt von Decolonize
Cologne
 und Selectricity, das für diesen Anlass mit Unterstützung des Deutschen Sport & Olympia Museums präsentiert wurde. 

Eine Rückblick auf die Veranstaltung mit der Aufzeichnung des Livestreams gibt es hier

Workshop Wednesday – „You’ll never walk alone”

An jedem zweiten Mittwoch im Monat bietet das Deutsche Sport & Olympia Museum kostenfreie Workshops für Schulklassen ab der Jahrgangsstufe 7 an. In Kooperation mit dem Kölner Fanprojekt adressiert und diskutiert das Format “You’ll never walk alone” verschiedene Formen von Diskriminierung, die sich auch im Fußballstadion zeigen. Teilnehmendenzahl: max. 30.

Datum: Mittwoch, 11.02.2026
Uhrzeit: 9-12 Uhr

Der Workshop hat bereits stattgefunden.
Zu weiteren Workshop Wednesdays

Workshop – Empowerment mit ROOTS – „Underrated oder overhyped?
Wir ranken die größten Stars im Sport“ (Safer Space)

In Kooperation mit ROOTS – Against Racism in Sports e.V. und dem Deutsches Sport & Olympia Museum findet ein interaktiver Empowerment-Workshop für Schwarze Kinder und Jugendliche aus dem Sport im Alter von 12 bis 14 Jahren (Jahrgänge 2011–2014) statt. Gemeinsam mit dem Referenten David Zabel erstellen die Teilnehmenden eine sogenannte „Tierlist“, in der weltbekannte Profisportler*innen zwischen overhyped und underrated eingeordnet werden. Anhand populärer Superstars des Sports untersuchen wir spielerisch, nach welchen Maßstäben Spitzensportler*innen bewertet werden – und welche Rollen dabei Hautfarbe, Herkunft, Erzählungen der Medien und gesellschaftliche Zuschreibungen spielen. Zentrale Fragen des Workshops sind unter anderem: Wie werden Schwarze Athlet*innen wahrgenommen und bewertet? Wie weiße Athlet*innen? Welche Hindernisse müssen sie überwinden – und welcher Support steht ihnen (oder eben nicht) zur Verfügung? Was wäre möglich, wenn alle ihr volles Potenzial unter vergleichbaren Bedingungen entfalten könnten? Die eigenen Sporterfahrungen der Kinder und Jugendlichen werden aktiv einbezogen und mit den Beispielen aus dem Profisport verknüpft. Ziel ist es, diskriminierende Muster sichtbar zu machen, Selbstbewusstsein zu stärken und Räume für Austausch, Reflexion und Empowerment zu öffnen.

Referent: David Zabel. Teilnehmendenzahl: max. 20.
Hinweis: Die Veranstaltung wird als Safer Space durchgeführt. Die Teilnahmeplätze werden nach dem First-Come-First-Serve-Prinzip vergeben.

Datum: Freitag, 20.02.2026
Uhrzeit: 16-18 Uhr

Workshop – „Ernst macht doch nur Spaß!” Haltung zeigen, aber wie?

Diese Fortbildung des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen ist als Haltungstraining konzipiert und vermittelt Handlungs- und Kommunikationskompetenzen im Umgang mit menschenfeindlichen Äußerungen im Kontext des Sportes. Sie ist Bestandteil des Projektes „Entschlossen weltoffen!“ und richtet sich an ehrenamtlich und hauptberuflich Tätige und Verantwortliche sowie Aktive im organisierten Sport. 10 Lizenzpunkte sind für eine Verlängerung folgender Kategorien zu erwerben: Übungsleiter*in C „Ältere“ / „Kinder und Jugendliche“ / „sportartübergreifend“; Übungsleiter*in B „Sport der Älteren“; Jugendleiter*in;  Vereinsmanager*in C.
Referent*innen: Corinna Gundlach und Jonas Mathei

Datum: Samstag, 21.02.2026 
Uhrzeit: 10-18 Uhr

Generelle Hinweise zur Barrierefreiheit: Die Veranstaltung findet im Erdgeschoss, im oberen Stockwerk und auf dem Dach statt. Der Zugang zum Museum sowie die Erreichbarkeit der Räumlichkeiten im Erdgeschoss sind - zum Teil über Rampen - barrierefrei gewährleistet. Die Dauerausstellung im oberen Stockwerk und die Sportplätze auf dem Dach sind über einen Aufzug erreichbar. Das Museum verfügt über ein barrierefreies WC im Erdgeschoss. An der Kasse können Leselupen mit Lichtfunktion und Noise-Cancelling-Kopfhörer (für Erwachsene oder Kinder) kostenfrei ausgeliehen werden. Bei Bedarf steht unser Personal gerne für eine Unterstützung bereit. 

Heute geöffnet: